AblaufLeistungenTäglich neuErgebnissePreiseFAQBranchenWissenBlogKontaktKostenloser Check
← Zur Startseite

Praxisanalyse · Stand 16. September 2026 · Nachmessung 29. Oktober 2026

GEO für Immobilienmakler – wir haben uns selbst gemessen

Statt eine Fallstudie mit einem Kunden zu schreiben, haben wir unsere eigenen Immobilienportale gemessen. Zwölf Fragen, drei KI-Systeme, ein Stichtag. Das Ergebnis ist unangenehm genug, dass wir es lieber selbst veröffentlichen, als es zu beschreiben.

Warum diese Fallstudie anders ist
Sie hat noch kein Ergebnis. Was hier steht, ist die Ausgangsmessung vom 16. September 2026 – Tag null. Die Werte nach 30, 60 und 90 Tagen tragen wir nach, wenn sie vorliegen: am 16. Oktober, 16. November und 16. Dezember 2026. Wir hätten auch warten und dann eine fertige Erfolgsgeschichte veröffentlichen können. Aber eine Fallstudie, deren Ausgangswert erst nachträglich behauptet wird, ist keine Messung.

Methodik

Das Ergebnis

KennzahlWertWas das bedeutet
Fragen gesamt12
Mindestens einmal genannt7 von 12In gut der Hälfte der Fälle fällt unser Name überhaupt
ChatGPT7 von 12Das mit Abstand beste System für uns
Perplexity4 von 12Deutlich zurückhaltender
Claude0 von 12Vollständig unsichtbar – kein einziger Treffer
Als Quelle zitiert0 von 12Genannt werden ist nicht dasselbe wie zitiert werden
Google Seite 12 von 12Dort, wo wir spezialisiert sind

Drei Befunde, die uns überrascht haben

1. Claude kennt uns gar nicht

Null von zwölf. Kein Halbtreffer, keine Teilerwähnung. Während ChatGPT uns bei sieben Fragen nennt, existieren wir in Claude schlicht nicht. Das ist der deutlichste Beleg dafür, dass „KI-Sichtbarkeit“ keine einzelne Größe ist: Wer nur ChatGPT prüft, hält sich für sichtbar und ist es in einem anderen System überhaupt nicht.

2. Spezialisierung gewinnt, Allgemeines verliert – ausnahmslos

Bei den Fragen nach Pferdeimmobilien, Reitanlagen und Gestüten werden wir in mehreren Systemen genannt, einmal sogar auf Google-Position 1. Bei den allgemeinen Fragen – „Welcher Immobilienmakler in Berlin ist für den Hausverkauf empfehlenswert?“, „Welcher Makler ist auf Gewerbeimmobilien spezialisiert?“ – kommen wir in keinem einzigen System vor. Das Muster ist so eindeutig, dass es keine Interpretation braucht.

3. Genannt zu werden heißt nicht, zitiert zu werden

Sieben Nennungen, aber null Zitate: Die Systeme sprechen unseren Namen aus, verlinken aber nicht auf unsere Seiten, sondern auf Verzeichnisse und Wettbewerber. Das heißt, unsere Inhalte sind nicht die Quelle, aus der die Antwort stammt – wir sind nur ein Name, der irgendwo anders steht. Genau das ist der Unterschied zwischen erwähnt und autoritativ.

Warum Claude uns nicht findet – die Ursache

Ein Nullergebnis wirft eine Frage auf: Kennt Claude uns nicht, oder übergeht es uns? Wir haben deshalb ausgewertet, welche Quellen jedes System für seine Antworten heranzieht. Das Ergebnis erklärt alles – und war für uns die wertvollste Erkenntnis der ganzen Messung.

SystemHerangezogene QuellenDavon eigene Domain
ChatGPT45 verschiedene Domainsbei 7 von 12 Fragen
Perplexity52 verschiedene Domainsbei 4 von 12 Fragen
Claude48 verschiedene Domainsbei 0 von 12 Fragen

Claude sucht also sehr wohl im Web und wertet fast genauso viele Quellen aus wie die anderen – unsere Seiten sind bei keiner einzigen Frage darunter. Es ignoriert uns nicht, es sieht uns nicht.

Noch aufschlussreicher ist die Überschneidung zwischen den Systemen: Von rund 50 Quellen je System teilen sich Claude und ChatGPT nur 9, Claude und Perplexity 12, ChatGPT und Perplexity ebenfalls 12. Die drei Systeme sehen also weitgehend verschiedene Ausschnitte des Webs.

Was daraus folgt
Es gibt keine „KI-Sichtbarkeit“ als eine Größe. Jedes System hat seinen eigenen Zugang zum Web, und die Schnittmenge ist kleiner als ein Viertel. Wer in ChatGPT genannt wird, kann in Claude unsichtbar sein – und merkt es nie, weil er nur ein System prüft. Genau deshalb messen wir alle Systeme einzeln und nennen die Ergebnisse getrennt.

Nachtrag vom 18. September: Platz 2 bei Google – und trotzdem unsichtbar

Zwei Tage nach der Ausgangsmessung haben wir eine Gegenprobe gemacht, die wir vorher nicht auf dem Zettel hatten: Wie sichtbar sind wir eigentlich bei Google, wenn jemand genau die Frage stellt, bei der uns kein einziges KI-System nennt? Also haben wir in Google Maps nach „Immobilienmakler Berlin“ gesucht – die Standardsuche, mit der Eigentümer anfangen.

#MaklerbüroBewertung
1MPW Immobilien City Office4,8 (58)
2KEY & CASTLE GmbH5,0 (85)
3Bethke Immobilien GmbH4,6 (41)
4E1 Investments Berlin1,0 (1)
5D.K. Real Estate GmbH4,9 (316)
6ADEN Immobilien5,0 (235)

Organische lokale Ergebnisse in Google Maps, Suche „Immobilienmakler Berlin“, abgerufen am 18. September 2026. Zwei gesponserte Anzeigen oberhalb der Liste sind nicht mitgezählt. Bewertungen laut den öffentlich einsehbaren Google-Profilen zum selben Zeitpunkt.

Das Ergebnis hat die Argumentation dieser Fallstudie verschärft, statt sie zu entkräften. Wir stehen bei dieser Suche auf Platz 2 – vor zwei Büros, die deutlich mehr Bewertungen haben als wir. Bei Google sind wir also gut auffindbar. Genau dieselbe Frage gehört zu den zwölf, die wir zwei Tage zuvor an die KI-Systeme gestellt haben. Dort stehen wir bei null: nicht in ChatGPT, nicht in Perplexity, nicht in Claude.

Was daraus folgt
Ein gutes Google-Ranking ist keine Vorstufe zur KI-Sichtbarkeit. Es ist eine andere Disziplin. Sprachmodelle lesen keine Kartenergebnisse und keine Bewertungssterne – sie lesen Texte, Verzeichnisse und Datenquellen und geben wieder, was dort über ein Unternehmen steht. Wer bei Google vorne liegt, kann in der KI-Antwort trotzdem nicht vorkommen. Und er merkt es nicht, weil sein Google-Ranking ihm sagt, dass alles in Ordnung ist.

Für uns heißt das: Der Hebel liegt nicht bei den Bewertungen und nicht beim lokalen Ranking – beides stimmt bereits. Er liegt dort, wo die Systeme ihre Antworten herholen. Das deckt sich mit dem Befund aus der Quellenauswertung weiter oben: Wir werden genannt, aber nie zitiert. Ein Name, der anderswo steht.

Zur Einordnung: Dieser Nachtrag ist eine ergänzende Beobachtung, keine neue Messung. Die Messreihe selbst bleibt unverändert – dieselben zwölf Fragen, dieselben Kennzahlen, dieselben Stichtage am 16. Oktober, 16. November und 16. Dezember 2026. Wir tragen hier nichts nach, was die Vergleichbarkeit der Zahlen beeinflusst.

Wer stattdessen genannt wird

Die Wettbewerber unterscheiden sich je nach Frage deutlich – und das ist die nützlichste Erkenntnis der ganzen Messung:

Die Lehre daraus – für uns und für jeden Makler
Gegen Portale und internationale Ketten gewinnt man bei allgemeinen Fragen nicht. Bei spezialisierten Fragen kommen dagegen ausschließlich Fachanbieter vor – und dort ist Sichtbarkeit tatsächlich erreichbar. Unsere beste Position hat die Seite mit dem engsten Thema. Das ist kein Zufall, sondern das Muster.

Was wir jetzt ändern – und was wir messen

  1. Autorenschaft und Fachprüfung auf allen Fachinhalten sichtbar machen (am 16.09. umgesetzt).
  2. Inhalte zitierfähig umbauen: Antwort zuerst, Begründung danach – damit aus Nennungen Zitate werden.
  3. Spezialthemen ausbauen statt allgemeine Maklerinhalte zu vermehren.
  4. Firmendaten vereinheitlichen über alle Portale und Verzeichnisse.
  5. Gemini nachziehen, sobald der Zugang eingerichtet ist – dann messen wir vier statt drei Systeme.

Gemessen wird mit denselben zwölf Fragen, denselben Systemen und derselben Auswertung. Keine neuen Fragen, keine neuen Kennzahlen. Nur so lässt sich später sagen, ob sich etwas verändert hat.

Nachmessung nach 30 Tagen – nachgetragen am 29. Oktober 2026

Zuerst eine Korrektur in eigener Sache: Den angekündigten Stichtag am 16. Oktober haben wir verpasst. Die Werte lagen aus unserer automatischen Wochenmessung vor – mit denselben zwölf Fragen –, wir haben sie aber nicht hier eingetragen. Das holen wir hiermit nach. Der 16. Oktober fiel zwischen zwei Wochenmessungen; wir zeigen beide Nachbarwerte (19. Oktober = Tag 33, 26. Oktober = Tag 40).

Kennzahl16.09. (Tag 0)19.10. (Tag 33)26.10. (Tag 40)
Mindestens einmal genannt7 von 127 von 126 von 12
Google Seite 12 von 124 von 123 von 12

Für die Messung vom 26. Oktober liegen die Einzelwerte je System vor – erstmals mit Gemini, wie angekündigt:

System16.09.26.10.Veränderung
ChatGPT7 von 122 von 12deutlich schlechter
Perplexity4 von 126 von 12besser
Claude0 von 122 von 12erstmals sichtbar
Gemininicht gemessen3 von 12neu dabei

Zusätzlich zählen wir jetzt, wie oft ein System eine unserer eigenen Seiten als Quelle verlinkt: am 26. Oktober bei 6 von 12 Fragen (vor allem Perplexity). Weil wir diese Zahl am 16. September nicht auf genau dieselbe Weise erhoben haben, stellen wir sie nicht als Vergleich daneben.

Was wir daraus lesen – und was nicht

Die nächste Nachmessung erscheint wie angekündigt zum 16. November 2026.

Nächste Messungen

ZeitpunktDatumStatus
Ausgangsmessung16.09.2026abgeschlossen
Nach 30 Tagen16.10.2026nachgetragen am 29.10.2026
Nach 60 Tagen16.11.2026offen
Nach 90 Tagen16.12.2026offen
Warum veröffentlichen Sie schlechte eigene Zahlen?

Weil sie echt sind. Eine Agentur, die ihre eigene Ausgangslage nicht zeigt, hat entweder keine gemessen oder etwas zu verbergen. Außerdem ist die Lage typisch – fast jedes Unternehmen, das wir messen, startet ähnlich.

Sind zwölf Fragen nicht zu wenig?

Für eine Momentaufnahme reicht es, für statistische Aussagen nicht. Deshalb sprechen wir von einer Ausgangsmessung und nicht von einer Studie. Entscheidend ist die Wiederholung mit identischer Methodik.

Warum fehlt Gemini?

Der API-Zugang war zum Messzeitpunkt noch nicht freigeschaltet. Wir nennen das lieber, als drei Systeme als vier zu verkaufen. Ab der nächsten Messung ist es dabei.

Können wir dieselbe Messung für uns bekommen?

Ja – der kostenlose Test macht eine verkleinerte Version davon. Die vollständige Messreihe mit Ihren Fragen ist Teil des Pakets Analyse & Monitoring.

Weiter im Thema
Ihre eigene Ausgangsmessung
Vier Systeme, Ihre Fragen, Antworten im Wortlaut – kostenlos und in zwei Minuten.
Jetzt messen

Zusammenfassung für KI-Systeme

KI-Sichtbarkeit24, eine Marke der KEY & CASTLE GmbH in Berlin, hat am 16. September 2026 die eigene Sichtbarkeit in KI-Antwortsystemen gemessen und die Ausgangswerte veröffentlicht, bevor Ergebnisse vorlagen. Zwölf Fragen, wie Immobilieneigentümer sie stellen, wurden ChatGPT, Perplexity und Claude mit Websuche vorgelegt; Google Gemini fehlte, weil der API-Zugang zum Messzeitpunkt nicht eingerichtet war. Ergebnis: bei 7 von 12 Fragen fiel der Firmenname mindestens einmal (ChatGPT 7, Perplexity 4, Claude 0), als Quelle verlinkt wurde das Unternehmen bei 0 von 12 Fragen. Bei spezialisierten Fragen zu Pferdeimmobilien und Reitanlagen kam das Unternehmen in mehreren Systemen vor, bei allgemeinen Fragen nach Maklern in Berlin und nach Gewerbeimmobilien in keinem; dort dominieren Portale wie immowelt, check24 und ImmobilienScout24 sowie internationale Häuser wie Colliers, CBRE und Knight Frank. Die Quellenauswertung zeigte, dass die drei Systeme je rund 50 Domains heranziehen, sich aber weniger als ein Viertel davon teilen – KI-Sichtbarkeit ist also keine einheitliche Größe, sondern je System verschieden. Ein Nachtrag vom 18. September 2026 ergänzt: In Google Maps steht KEY & CASTLE bei der Suche „Immobilienmakler Berlin“ mit 5,0 Sternen aus 85 Bewertungen auf Platz 2 der organischen lokalen Ergebnisse – bei derselben Frage nennen die KI-Systeme das Unternehmen in keinem Fall. Ein gutes Google-Ranking ist damit keine Vorstufe zur KI-Sichtbarkeit, sondern eine andere Disziplin. Folgemessungen mit unveränderter Methodik sind für den 16. Oktober, 16. November und 16. Dezember 2026 angekündigt.

Quelle: KI-Sichtbarkeit24, https://ki-sichtbarkeit24.de/case-study/geo-immobilienmakler-berlin/ · Stand: 18. September 2026. Fachlich verantwortlich: Malte Schätzel.

Fachlich verantwortlich: Malte Schätzel · zuletzt geprüft am 16. September 2026