Branche
GEO für Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfung wird selten spontan gesucht – aber wenn, dann von Entscheidern mit konkretem Anlass: Prüfungspflicht erreicht, Gesellschafterstreit, Unternehmenskauf. Wer bei diesen Anlässen genannt wird, bekommt Mandate mit Fünfjahreshorizont.
Die Fragen, um die es geht
Geschäftsführer fragen nach Pflichten und Anlässen:
- „Ab wann ist mein Unternehmen prüfungspflichtig und wer prüft?“
- „Wer macht eine Unternehmensbewertung für einen Gesellschafteraustritt?“
- „Welche Prüfungsgesellschaft in [Region] betreut mittelständische GmbHs?“
- „Wer führt eine Due Diligence beim Unternehmenskauf durch?“
- „Wir brauchen eine Sonderprüfung – an wen wenden wir uns?“
Die erste Frage ist die häufigste überhaupt. Wer die Schwellenwerte klar und aktuell erklärt, wird zur Quelle – und steht im selben Absatz als möglicher Prüfer.
Wer heute in den Antworten genannt wird
Der Markt ist stark von wenigen Namen geprägt:
- Die großen Gesellschaften – sie werden bei fast jeder allgemeinen Frage zuerst genannt.
- Kammern und Institute – WPK und IDW als offizielle Quellen für Regeln und Mitgliederverzeichnisse.
- Mittelständische Gesellschaften – nur mit erkennbarem Schwerpunkt: Branche, Größenklasse oder Prüfungsart.
Was Prüfungsgesellschaften konkret tun können
Schwellenwerte und Pflichten aktuell halten
Größenklassen, Prüfungspflicht, Offenlegung – mit Stand-Datum. Diese Inhalte werden am häufigsten gesucht und sind gleichzeitig die mit dem kürzesten Verfallsdatum.
Branchenschwerpunkte benennen
Gesundheitswesen, öffentliche Hand, Immobilien, Handwerk: Die Branche ist das stärkste Unterscheidungsmerkmal in einem sonst homogenen Markt.
Prüfungsarten einzeln beschreiben
Jahresabschluss, Konzernabschluss, Sonderprüfung, Due Diligence, Unternehmensbewertung – jede ist eine eigene Suchsituation mit eigenem Anlass.
Berufsregister und Qualifikation zeigen
Bestellung, WPK-Mitgliedschaft, Peer Review, Zusatzqualifikationen. Bei Prüfungsleistungen sind formale Nachweise die entscheidende Währung.
Messung statt Bauchgefühl
Jedes Projekt beginnt mit einer dokumentierten Ausgangsmessung: 10 bis 20 Fragen aus Ihrem Fachgebiet, an alle Systeme gestellt, Antworten im Wortlaut. Sie sehen, wer stattdessen empfohlen wird. Nach 30, 60 und 90 Tagen stellen wir dieselben Fragen erneut – nicht neue, sondern dieselben. Nur so ist eine Veränderung überhaupt belegbar.
Häufige Fragen
Unsere Mandate kommen über Steuerberater und Netzwerk.
Das bleibt der Hauptweg. Sichtbarkeit wirkt bei den Unternehmen, die erstmals prüfungspflichtig werden – und die recherchieren selbst.
Ist Werbung für WP zulässig?
Sachliche Information ja, marktschreierische Werbung nein. Wir formulieren entsprechend zurückhaltend – was in diesem Umfeld ohnehin besser wirkt.
Wie viel Inhalt braucht das?
Wenig, aber sehr genau: Fünf bis zehn Seiten zu Ihren Schwerpunkten und den häufigsten Pflichtfragen.
Lohnt sich das bei wenigen großen Mandaten?
Ein einziges zusätzliches Dauermandat rechnet sich über Jahre – die Frage ist eher, ob Sie Kapazität haben.
Fachlich verantwortlich: Malte Schätzel · zuletzt geprüft am 16. September 2026