Branche
GEO für Fachanwälte für Arbeitsrecht
Kaum ein Rechtsgebiet wird so häufig unter Zeitdruck recherchiert wie das Arbeitsrecht. Nach einer Kündigung laufen drei Wochen – und die Suche nach einem Anwalt beginnt heute mit einer KI-Frage, nicht mit dem Branchenbuch.
Die Fragen, um die es geht
Mandanten beschreiben ihre Situation und ihre Frist:
- „Mir wurde gekündigt – welcher Anwalt in [Stadt] hilft bei Kündigungsschutzklage?“
- „Wie hoch ist meine Abfindung und wer verhandelt das für mich?“
- „Mein Arbeitgeber bietet einen Aufhebungsvertrag an – soll ich unterschreiben?“
- „Welche Kanzlei in [Region] berät Arbeitgeber bei Massenentlassungen?“
- „Ich werde gemobbt – an welchen Anwalt kann ich mich wenden?“
Die dritte Frage ist die wertvollste: Wer sie sachlich beantwortet – samt Sperrzeitrisiko beim Arbeitslosengeld – wird zur zitierten Quelle und im selben Zug genannt.
Wer heute in den Antworten genannt wird
Im Arbeitsrecht ist die Konkurrenz um Sichtbarkeit besonders hart:
- Rechtsportale und Vermittler – sie beantworten die Sachfrage und dominieren die allgemeine Suche.
- Gewerkschaften und Verbände – werden bei Arbeitnehmerfragen häufig als neutrale Anlaufstelle genannt.
- Einzelne Kanzleien – fast nur solche mit Fachanwaltstitel und öffentlichen Fachbeiträgen.
Was Arbeitsrechtskanzleien konkret tun können
Fristen und Abläufe konkret erklären
Drei-Wochen-Frist, Güteverhandlung, Kammertermin, Abfindungshöhe nach Faustformel. Wer diese Fragen vollständig beantwortet, wird zur Quelle – und Mandanten kommen mit dem Gefühl, schon verstanden worden zu sein.
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite trennen
Beide Zielgruppen suchen völlig anders. Wer beide bedient, braucht getrennte Inhalte – sonst passt die Seite zu keiner der beiden Fragen richtig.
Fachanwaltstitel an jeden Beitrag
Nicht nur auf die Teamseite. Bei rechtlichen Themen achten die Systeme erkennbar stark auf nachweisbare Qualifikation des Verfassers.
Urteile besprechen
Aktuelle Entscheidungen des BAG und der Landesarbeitsgerichte einordnen – das ist einzigartiger, fachlich prüfbarer Inhalt und genau die Art Quelle, die zitiert wird.
Berufsrecht: was erlaubt ist
Sachliche Information über Tätigkeitsschwerpunkte ist zulässig (§ 43b BRAO, §§ 6 ff. BORA), Werbung um ein Einzelmandat nicht. Erfolgsquoten bei Abfindungen sind heikel – wir arbeiten ohne solche Angaben. Der Fachanwaltstitel darf und soll geführt werden, er ist das stärkste Signal in diesem Feld.
Messung statt Bauchgefühl
Jedes Projekt beginnt mit einer dokumentierten Ausgangsmessung: 10 bis 20 Fragen aus Ihrem Fachgebiet, an alle Systeme gestellt, Antworten im Wortlaut. Sie sehen, wer stattdessen empfohlen wird. Nach 30, 60 und 90 Tagen stellen wir dieselben Fragen erneut – nicht neue, sondern dieselben. Nur so ist eine Veränderung überhaupt belegbar.
Häufige Fragen
Wir haben genug Mandate.
Im Arbeitsrecht schwankt das Aufkommen mit der Konjunktur. Wer erst sichtbar wird, wenn die Mandate ausbleiben, kommt zu spät – der Aufbau dauert Monate.
Lohnt sich das bei Streitwerten im Arbeitsrecht?
Bei Arbeitgebermandaten und Aufhebungsverhandlungen deutlich. Bei reinen Kündigungsschutzklagen mit Rechtsschutzversicherung ist die Rechnung enger – das sagen wir Ihnen vorher.
Wer schreibt die Fachbeiträge?
Wir nach Ihren Vorgaben, Sie geben juristisch frei. Falsche Fristangaben wären ein Haftungsrisiko.
Wie unterscheiden wir uns von den Portalen?
Gar nicht bei allgemeinen Fragen – aber bei spezifischen. Die Portale können keine Nische in der Tiefe bedienen.
Fachlich verantwortlich: Malte Schätzel · zuletzt geprüft am 16. September 2026