Branche
GEO für Elektrobetriebe
Elektroarbeiten werden selten geplant gesucht, sondern anlassbezogen: Wallbox, Zählerschrank, Smart Home, Sanierung. Wer bei diesen Anlässen in der KI-Antwort steht, bekommt Aufträge, die sonst beim nächstbesten landen.
Die Fragen, um die es geht
Kunden fragen nach Vorhaben, nicht nach Gewerken:
- „Wer installiert eine Wallbox in [Stadt] inklusive Anmeldung beim Netzbetreiber?“
- „Mein Zählerschrank muss erneuert werden – wer macht das in [Region]?“
- „Welcher Elektriker in [Stadt] macht Smart-Home-Installationen?“
- „Wer prüft ortsveränderliche Geräte nach DGUV V3 in [Region]?“
- „Wer schließt eine Photovoltaikanlage an, wenn der Solarteur das nicht macht?“
Die DGUV-V3-Frage ist wiederkehrendes Geschäft mit Gewerbekunden – und wird von kaum einem Betrieb öffentlich beantwortet.
Wer heute in den Antworten genannt wird
Bei Elektroarbeiten ist das Muster klar verteilt:
- Handwerkerportale – dominieren die allgemeinen Anfragen.
- Hersteller-Partnerverzeichnisse – Wallbox- und Smart-Home-Hersteller führen zertifizierte Partner, die überdurchschnittlich oft erscheinen.
- Lokale Betriebe – und hier ist der Wettbewerb gering, weil viele Betriebe online kaum Angaben machen.
Was Elektrobetriebe konkret tun können
Anlässe statt Leistungen beschreiben
Nicht „Elektroinstallation“, sondern die konkreten Vorhaben mit Ablauf, Voraussetzungen und typischen Kosten. Das sind die Absätze, die zitiert werden.
Anmeldung und Behördenweg mitnennen
Netzbetreiberanmeldung, Förderanträge, Abnahmen: Kunden fragen danach, und wer das übernimmt, hat den Auftrag. Es gehört ausdrücklich auf die Seite.
Zertifizierungen zeigen
Eintragung Handwerksrolle, Hersteller-Partnerschaften, Konzession beim Netzbetreiber, Prüfberechtigungen – externe Belege, an denen Systeme Fachlichkeit festmachen.
Einzugsgebiet als Ortsliste
„Umgebung“ ist keine Angabe. Orte und Landkreise einzeln nennen – die wirksamste Einzelmaßnahme im lokalen Handwerk.
Gewerbekunden sind der eigentliche Hebel
Wiederkehrende Prüfungen, Wartungsverträge und Betreuung von Liegenschaften sind planbares Geschäft. Diese Anfragen laufen zunehmend über Recherche statt über Empfehlung – und die zuständigen Entscheider nutzen KI-Werkzeuge selbstverständlich.
Messung statt Bauchgefühl
Jedes Projekt beginnt mit einer dokumentierten Ausgangsmessung: 10 bis 20 Fragen aus Ihrem Fachgebiet, an alle Systeme gestellt, Antworten im Wortlaut. Sie sehen, wer stattdessen empfohlen wird. Nach 30, 60 und 90 Tagen stellen wir dieselben Fragen erneut – nicht neue, sondern dieselben. Nur so ist eine Veränderung überhaupt belegbar.
Häufige Fragen
Wir sind ausgelastet.
Dann geht es um die Auswahl: Wallbox und Zählerschrank statt Steckdose versetzen.
Wir haben kaum eine Website.
Für lokale Sichtbarkeit reichen vollständige Angaben und ein gepflegtes Unternehmensprofil als Start.
Lohnt sich das für kleine Betriebe?
Bei Auftragswerten ab etwa 1.000 € deckt ein zusätzlicher Auftrag im Quartal die Kosten.
Was bringt das gegen Portale?
Bei Standardanfragen wenig, bei Spezialthemen viel – dort haben Portale keine Antwort.
Fachlich verantwortlich: Malte Schätzel · zuletzt geprüft am 16. September 2026