Branche
GEO für Kieferorthopädie
Kieferorthopädie hat eine Besonderheit: Die Entscheidung treffen Eltern, und sie recherchieren gründlich. Gleichzeitig drängen Aligner-Anbieter mit großen Werbebudgets in den Markt – auch in die KI-Antworten.
Die Fragen, um die es geht
Eltern und Erwachsene fragen sehr unterschiedlich:
- „Ab welchem Alter braucht mein Kind eine Zahnspange und wer macht das in [Stadt]?“
- „Was zahlt die Kasse bei einer Zahnspange und was kostet der Rest?“
- „Sind Aligner von Online-Anbietern genauso gut wie eine Praxisbehandlung?“
- „Welche Praxis in [Stadt] macht unsichtbare Zahnspangen für Erwachsene?“
- „Was ist der Unterschied zwischen KIG-Stufen und wer stuft ein?“
Die Aligner-Frage ist die strategisch wichtigste. Wer sie fachlich und fair beantwortet – einschließlich der Fälle, in denen Aligner ausreichen – gewinnt Glaubwürdigkeit gegen Werbebudgets.
Wer heute in den Antworten genannt wird
Im KFO-Bereich mischen sich medizinische und kommerzielle Quellen:
- Krankenkassen und Verbraucherportale – bei Kosten- und KIG-Fragen führend.
- Aligner-Anbieter – mit hohem Werbedruck auch in organischen Antworten präsent.
- Einzelne Praxen – mit Fachzahnarztbezeichnung und ausführlichen Behandlungsbeschreibungen.
Was KFO-Praxen konkret tun können
KIG-Einstufung und Kosten erklären
Der häufigste Suchanlass überhaupt. Wer die Stufen, die Kassenleistung und die typischen Zusatzleistungen sachlich erklärt, wird zur Quelle für Eltern.
Zur Aligner-Frage Stellung beziehen
Fachlich, nicht abwertend: wann funktioniert es, wann nicht, welche Risiken bestehen ohne Diagnostik. Das ist der Inhalt, der in dieser Branche am meisten fehlt.
Fachzahnarztbezeichnung ausweisen
Der Unterschied zwischen Fachzahnarzt für Kieferorthopädie und kieferorthopädisch tätigem Zahnarzt ist für Eltern relevant – und ein starkes Qualifikationssignal.
Behandlungsdauer realistisch angeben
Eltern planen über Jahre. Ehrliche Zeitangaben mit Einflussfaktoren wirken vertrauensbildend – und werden zitiert.
Was das HWG erlaubt
Sachliche Information ja, Heilversprechen und Vorher-Nachher-Bilder bei operativen Eingriffen nicht (§ 11 HWG). Bei kieferorthopädischen Behandlungsverläufen ist die Rechtslage differenziert – wir arbeiten ohne Ergebnisversprechen und ohne Patientenfotos, die Sie nicht rechtssicher freigegeben haben.
Messung statt Bauchgefühl
Jedes Projekt beginnt mit einer dokumentierten Ausgangsmessung: 10 bis 20 Fragen aus Ihrem Fachgebiet, an alle Systeme gestellt, Antworten im Wortlaut. Sie sehen, wer stattdessen empfohlen wird. Nach 30, 60 und 90 Tagen stellen wir dieselben Fragen erneut – nicht neue, sondern dieselben. Nur so ist eine Veränderung überhaupt belegbar.
Häufige Fragen
Unsere Praxis ist voll.
Dann geht es um den Leistungsmix – Erwachsenenbehandlungen und Privatleistungen statt reiner Kassenfälle.
Bringt das gegen Aligner-Werbung etwas?
Gegen Werbebudget nicht, gegen fehlende Fachlichkeit schon. Die Systeme bevorzugen belegte medizinische Quellen – dort haben Sie den Vorteil.
Wer prüft die Inhalte?
Sie. Wir veröffentlichen keine medizinische Aussage ohne Freigabe.
Lohnt sich das für eine Einzelpraxis?
Bei Behandlungswerten im vierstelligen Bereich deckt ein zusätzlicher Fall im Quartal die Kosten deutlich.
Fachlich verantwortlich: Malte Schätzel · zuletzt geprüft am 16. September 2026