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GEO für IT-Dienstleister
IT-Entscheider recherchieren anders als Privatkunden: länger, technischer und fast immer mit einer KI im Prozess. Wer bei „Migration auf Microsoft 365 für 80 Arbeitsplätze“ genannt wird, kommt in eine Ausschreibung, die sonst ohne ihn stattgefunden hätte.
Die Fragen, um die es geht
B2B-Fragen sind konkret und enthalten fast immer eine Größenangabe oder eine Technologie. Typische Fragen:
- „Welcher IT-Dienstleister in [Region] betreut mittelständische Unternehmen mit 50 bis 200 Arbeitsplätzen?“
- „Wer hilft bei einer Microsoft-365-Migration inklusive Datenschutzprüfung?“
- „Welches Systemhaus in [Region] macht Managed Services mit Rufbereitschaft?“
- „Wir brauchen NIS2-konforme IT-Sicherheit – an wen wenden wir uns?“
- „Wer betreut ERP-Systeme in der Fertigungsindustrie in [Region]?“
Die Zusatzbedingungen sind hier entscheidend: „mit Rufbereitschaft“, „NIS2-konform“, „Fertigungsindustrie“. Wer diese Kombinationen nicht ausdrücklich benennt, kommt in der Antwort nicht vor.
Wer heute in den Antworten genannt wird
Im B2B-IT-Umfeld unterscheidet sich das Muster deutlich vom Endkundengeschäft:
- Hersteller und deren Partnerverzeichnisse – Microsoft, Datev und vergleichbare Anbieter werden fast immer zuerst genannt, samt ihrer zertifizierten Partner.
- Große Systemhäuser – mit Fachpresse, Referenzberichten und einheitlicher Darstellung über viele Standorte.
- Spezialisierte Mittelständler – fast ausschließlich solche, die Branchen- oder Technologiefokus öffentlich dokumentiert haben.
Was IT-Dienstleister konkret tun können
Zielgruppe und Größenklasse benennen
„Wir betreuen Unternehmen von 20 bis 250 Arbeitsplätzen in Fertigung, Handel und Kanzleien“ ist eine verwertbare Angabe. „Maßgeschneiderte IT-Lösungen für jede Unternehmensgröße“ ist keine – ein Sprachmodell kann damit nichts anfangen und nennt stattdessen jemand anderen.
Zertifizierungen und Partnerstatus zeigen
Herstellerzertifizierungen, ISO-27001, Partnerlevel: Das sind extern nachprüfbare Belege. Sie gehören nicht nur ins Impressum, sondern in die strukturierten Daten und auf die Leistungsseiten.
Referenzen mit Substanz
Anonymisiert ist in Ordnung, aber mit Zahlen: Branche, Anzahl Arbeitsplätze, Ausgangslage, Lösung, Ergebnis. Ein Referenzlogo ohne Text ist für ein Sprachmodell wertlos.
Technische Inhalte auch technisch schreiben
Im B2B liest die KI mit, was Fachleute lesen. Konfigurationsbeschreibungen, Migrationswege und Entscheidungskriterien sind genau die Inhalte, die zitiert werden – Marketingsprache ist es nicht.
Der Sonderfall IT-Sicherheit
Bei Sicherheitsthemen sind KI-Systeme besonders vorsichtig und bevorzugen Quellen mit erkennbarer Fachautorität – BSI-Veröffentlichungen, Fachverbände, zertifizierte Anbieter. Wer hier genannt werden will, braucht nachweisbare Qualifikation und sachliche, nicht alarmistische Darstellung. Angstbasierte Werbung führt messbar seltener zur Nennung.
Messung statt Bauchgefühl
Jedes Projekt beginnt mit einer dokumentierten Ausgangsmessung: 10 bis 20 Fragen aus Ihrem Fachgebiet, an alle Systeme gestellt, Antworten im Wortlaut. Sie sehen, wer stattdessen empfohlen wird. Nach 30, 60 und 90 Tagen stellen wir dieselben Fragen erneut – nicht neue, sondern dieselben. Nur so ist eine Veränderung überhaupt belegbar.
Häufige Fragen
Unsere Kunden kommen über Empfehlungen.
Im Mittelstand ist das der Regelfall – und es funktioniert, bis ein Generationswechsel in der Geschäftsführung stattfindet. Die nachrückenden Entscheider recherchieren zuerst selbst, und zwar zunehmend mit KI-Werkzeugen.
Wir haben kein Marketing-Team.
Das ist typisch und kein Hindernis. Wir brauchen von Ihnen technische Richtigkeit, nicht Marketingarbeit – die Texte entstehen bei uns, die fachliche Freigabe bei Ihnen.
Wie unterscheidet sich das von SEO für B2B?
Die Grundlagen überschneiden sich. Der Unterschied liegt in der Aufbereitung: Bei GEO geht es darum, dass einzelne Abschnitte eine konkrete Entscheiderfrage vollständig beantworten – nicht darum, eine Seite auf ein Keyword auszurichten.
Funktioniert das auch für sehr spezielle Nischen?
Dort funktioniert es am besten. Je spezieller die Frage, desto weniger Anbieter kommen überhaupt in Betracht – und desto wahrscheinlicher ist Ihre Nennung, wenn Sie die Frage als Einziger beantworten.
Fachlich verantwortlich: Malte Schätzel · zuletzt geprüft am 16. September 2026